Der kleine schwarze Vogel – ein poetisches Mutmachbuch für Märchenliebhaber von 9-99 Jahren.
Was auf den ersten Blick wie ein Bilderbuch für Kinder erscheinen mag, entpuppt sich als kunstvoll illustrierte, inspirierende Geschichte für kleine und große Leute. Das Besondere: Es vermag, beides zu sein. Die ungewöhnliche Bildkomposition aus Foto, Aquarell und Scherenschnitt beflügelt die Phantasie. Der Leser taucht ein in die berührende Geschichte eines kleinen Vogels, der durch ein besonderes Missgeschick Aussehen und Stimme verliert. Doch er bewältigt die kaum erträgliche und schier ausweglose Lage durch Beharrlichkeit und Unterstützung anderer und gelangt zu einem vorher ungeahnten inneren Reichtum.

Wer sind die Künstlerinnen?
Wir, Alma M. Ernst und Heike F. Bartsch, haben uns 2012 in der Berliner Tanzszene kennengelernt und im Gespräch zufällig herausgefunden, dass Heike Malerin und Kunstlehrerin ist und Alma jemanden für die Illustrationen eines ihrer Märchen sucht.

Warum dieser Verlag und diese Druckerei?
Wir haben uns für den Modestia Verlag in Hackenheim entschieden, weil dieser uns die Freiheit gelassen hat, als Autorin und Illustratorin alle Rechte zu behalten. So waren wir u. a. beim Schreibstil und bei der Gestaltung des Covers vom kommerziellen Buchmarkt unabhängig. Auch konnten wir den Titel dem Buchinhalt entsprechend frei wählen, ohne uns dabei von vorgegebenen Verkaufszahlen leiten lassen zu müssen.
Den Druckauftrag haben wir dem Familienunternehmen Druckerei Kelly GmbH in Abensberg gegeben. Bei beiden Entscheidungen war maßgebend, dass wir die persönliche Betreuung schätzen und die Vielfalt kleiner Firmen sowohl im Verlagswesen als auch in der Druckereilandschaft unterstützen wollen.

Was ist an der Illustration besonders?
Die Illustration entsteht aus einer Komposition von Foto, Aquarell und Scherenschnitt. So enthalten die Bilder mehr, als man auf den ersten Blick glaubt. Viel Vergnügen beim Entdecken und Phantasieren!

Wie kommt der Preis zustande?
Was hat der Preis heute mit dem Wert zu tun? Ein Buch von diesem Umfang kostet auf dem kommerziellen Markt zwischen zehn und 20 Euro, je nach Autoren- und Verlagsnamen. Dieses Buch ist kein Teil des profitorientierten Marktes. Es kostet Geld, weil alle Menschen, die daran gearbeitet haben, davon leben und dadurch weiter wirksam sein können. 14,50 Euro schien uns sowohl für die Käufer/innen im Rahmen zu sein als auch für uns Künstlerinnen angemessen. Der Preis ist so kalkuliert, dass wir lediglich den Betrag erwirtschaften, den wir an Geld und Zeit investiert haben. Auf unser Risiko übernehmen wir die gesamten Druck- und sonstigen Kosten (Lektorat, Homepage u. a.) und setzen unsere Arbeitskraft und -zeit voll ein. Denn wir legen vor allem Wert auf Qualität, und die braucht Zeit. Zeit, um Texte und Bilder wieder und wieder zu überarbeiten und zwischendurch auch noch mal liegen zu lassen. Das hat dem Werk die Möglichkeit gegeben, sich zu entfalten.
So betrachten wir dieses Buch als unser Geschenk an alle, die märchenhafte Geschichten und phantasievolle Bilder lieben.

Wie viele Buchexemplare sind auf dem Markt?
Wir haben in der Erstauflage (Oktober 2013) 1000 Exemplare drucken lassen.

Warum ist die Realisierung des Projekts eine Ermutigung?
Alma: Die erste Fassung des Märchens war 2007 ein Geburtstagsgeschenk an meine damalige Gesangslehrerin Johanna H. Plesch. Sie war so gerührt, dass sie die Geschichte auch anderen Menschen weiterreichen wollte. Aber das Märchen auf ein paar DIN-A4-Seiten herumreichen lassen? Also versprach ich ihr, es professionell drucken zu lassen. Dass dies ein langer Weg mit viel Auf und Ab werden würde, ahnte ich damals noch nicht … Immer wieder sprach ich Künstler/innen auf das Projekt an, doch es kam nie bis zum Druck, denn oft stellten sie mitten in der Arbeit fest: Für vierzig Seiten Illustration und Layout braucht es schon einiges an Zeit, Kraft und Durchhaltevermögen. Und dann ist es ja auch kein Leichtes, an all die Informationen heranzukommen: wie viel Rand man für den Beschnitt bedenken muss, dass die Seitenzahl wegen des Buchbindens mindestens durch vier, besser noch durch acht teilbar sein sollte, dass man für eine weichere, besser lesbare Schrift lieber ein Textlayout- als ein Bildbearbeitungsprogramm wählt … Nach mehreren Anläufen über fünf Jahre hinweg traf ich auf die Berliner Künstlerin Heike F. Bartsch. Sie ließ sich von dem Projekt begeistern und voilà: Diesmal wurde es tatsächlich vollendet!
Vielleicht hat dieser Prozess seinen Sinn, denn in diesen fünf Jahren habe ich meinen Lektor Carl Polónyi kennengelernt, der mich seit 2011 bei der Überarbeitung meiner Texte unterstützt und wesentlich dazu beigetragen hat, wie sich das Märchen bis 2013 entwickelt hat. Und anscheinend sollte es auch genau Heike sein, die meiner Geschichte zu einer Bildsprache verhalf.

An dieser Stelle möchte ich euch beiden von ganzem Herzen danken!
Vielen Dank dir, lieber Carl – auf dass wir uns ewig weiterentwickeln!
Und danke dir, liebe Heike, dass wir uns für ein Optimum an Qualität wirklich die Zeit genommen haben, Bild und Text auf jeder einzelnen Seite Hand in Hand gehen zu lassen, uns bei jedem noch so kleinen Korrekturvorschlag von Lektor, Verlag u. a. wieder und wieder zu beratschlagen und noch ein paar schlaflose Nächte darüber zu verbringen … Ich glaube, wir haben alles gegeben und viel gelernt. Danke für die zeitintensive Zusammenarbeit und vor allem für dein unermüdliches Engagement – das war ein Kraftakt, und er hat sich gelohnt! Danke!